Rechtstipps

Erbrecht

Von Rechtsanwalt Bernfried Rose

Hamburg, 25.08.2015: Jeder europäische Staat hat sein eigenes Erbrecht. Auch wenn sich viele Prinzipien des deutschen Erbrechts auch in den Rechtsordnungen anderer Länder wiederfinden, fallen doch vor allem die Unterschiede auf. Problematisch kann dies bei internationalen Erbfällen bzw. Erbschaften mit Auslandsbezug sein. Verstirbt z.B. ein Deutscher mit einer Immobilie in Frankreich oder ein in Deutschland lebender Italiener, stellt sich die Frage, welches Erbrecht überhaupt anwendbar ist. Hier gab es bisher in Europa verschiedene Ansätze. Während z.B. in Deutschland und Italien die Staatsangehörigkeit entscheidend ist, stellen andere Rechtsordnungen z.B. auf den Wohnsitz bzw. gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers ab. Das französische Erbrecht widerrum hat bei Immobilien im Nachlass den Anknüpfungspunkt des Belegenheitsorts.

Aus dem Inhalt:
RO­SE & PART­NER LLP hat an den Stand­or­ten Ham­burg, Ber­lin und Mai­land ent­spre­chen­des Per­so­nal für das ita­lie­ni­sche Erbrecht, das fran­zö­si­sche Erbrecht und das pol­ni­sche Erbrecht … Nur so kann ein Rechts­an­walt auch zu­ver­läs­sig das für den Man­dan­ten güns­ti­ge­re Erbrecht er­ken­nen und durch Ge­stal­tun­gen wie z.B. ei­ne Rechts­wahl für die bes­te Re­ge­lung sor­gen … Je­der eu­ro­päi­sche Staat hat sein ei­ge­nes Erbrecht.
Seit dem 17. August 2015 greift nun für alle Erbfälle in den teilnehmenden Europäischen Ländern die EU-Erbrechtsverordnung. Diese regelt einheitlich, dass bei Erbschaften mit Auslandsbezug das Erbrecht des Staates Anwendung findet, in dem der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Ein in Frankreich lebender Italiener wird daher nach französischem Erbrecht beerbt ein in Italien lebender Pole dagegen nach italienischem Erbrecht.

Die Beratung im internationalen Erbrecht

Für Rechtsanwälte und Notare ist die Beratung in grenzüberschreitenden Erbfällen eine besondere Herausforderung. Anwälte sollten nicht nur Anhand der Kollisionsvorschriften bzw. der EU-Erbrechtsverordnung prüfen können, welche Rechtsordnung überhaupt anwendbar ist. Sie sollten zusätzlich auch über Kenntnisse des Erbrechts dieser Rechtsordnungen verfügen. Nur so kann ein Rechtsanwalt auch zuverlässig das für den Mandanten günstigere Erbrecht erkennen und durch Gestaltungen wie z.B. eine Rechtswahl für die beste Regelung sorgen.

International ausgerichtete Kanzleien für Erbrecht verfügen über entsprechendes Personal mit einschlägigen Rechts- und Sprachkenntnissen. ROSE & PARTNER LLP hat an den Standorten Hamburg, Berlin und Mailand entsprechendes Personal für das italienische Erbrecht, das französische Erbrecht und das polnische Erbrecht.

Weitere Informationen zur Kanzlei für Erbrecht und den einzelnen Anwälten finden Sie hier:

http://www.rosepartner.de/rechtsberatung/erbrecht-nachfolge.html

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